
Dies ist der zweite Teil meiner fortlaufenden SEO & GEO Case Study Blog. Eine Übersicht über alle Monate und die gesamte Strategie findet ihr hier:
Im November und Dezember 2025 wurde mein Blog nicht einfach nur optimiert, sondern komplett neu verdrahtet: Mit einer strategischen Content-Architektur, 22 neuen „Long-Form“-Artikeln und der Transformation von Kategorien zu echten Pillar-Pages habe ich das Fundament für nachhaltiges SEO-Wachstum gelegt. Neben technischen Upgrades wie FAQ-Schema zeigen sich erste Erfolge durch Google-Discover-Impressions und direkte Zitationen in KI-Antworten.
Im Januar habe ich diese Basis benutzt und die Strategie durch weitergehende Optimierungen konsequent verfeinert.
Hinzu kamen einige interaktive Content-Pieces und noch mehr Schema-Optimierung – weil „fertig“ bekanntlich nur etwas für To-do-Listen ist. Und dann der Moment, in dem die Search Console kurz aussieht, als drehe sie durch: Ein Artikel wird 7.100 % öfter ausgespielt.
Was zur Hölle dahintersteckt und wie ich mein Blog im Januar komplett neu verdrahtet habe, erzähle ich im Monatsrückblick meiner SEO Case Study.
Website-Überarbeitung: Blog und Portfolio vereint
Früher waren mein Portfolio und das Blog zwei Paralleluniversen – gleiche Adresse, null Kommunikation. Wie ein Paar, das zusammenlebt, aber nur über den Kühlschrankzettel interagiert.
Im Januar habe ich das beendet und den Blog-Links auf der Portfolio-Seite endlich sichtbar gemacht. Ziel war echte Content-Synergie statt höflicher Koexistenz: Wer mein Portfolio besucht, soll sofort kapieren, dass ich nicht nur Software baue und Social Media manage, sondern mein Wissen dazu auch veröffentliche.
Die Verlinkung läuft jetzt in beide Richtungen. Das Blog führt ins Portfolio, das Portfolio zurück in den Blog. Das fühlt sich für Nutzer runder an – und für Google wie ein gut aufgeräumter Werkzeugkasten mit klaren Beschriftungen.
Interaktive Inhalte als Verweildauer-Booster
Der Januar war bei mir kein Lesezirkel, sondern ein Mitmachlabor. Statt bravem Scrollen gibt es jetzt interaktive Content-Pieces, bei denen Leser*innen selbst Hand anlegen müssen. Das Flowchart zur Ethik für KI-Content, der Social Media Krisenmanagement-Simulator – und als bewusst überspitztes Highlight: der LinkedIn Impsum Generator.
Dabei habe ich mir eine Aussage fett unterstrichen: Interaktive Inhalte können die Verweildauer um bis zu 52 % steigern. Genau darauf zielt das Ganze ab. Je länger Menschen bleiben, klicken und denken, desto deutlicher signalisiert das Google: Hier passiert etwas Relevantes.
Deshalb habe ich diese interaktiven Seiten nicht versteckt, sondern strategisch verteilt – in der Sidebar, auf den passenden Pillar-Pages und mitten in relevanten Artikeln. Das Ergebnis ist ein eng geknüpftes internes Linknetz, das sich für Nutzer logisch anfühlt und für SEO wie ein kleiner Performance-Booster wirkt.
Schema.org-Optimierung: Credentials sichtbar machen
Ich habe ich auch das Personen-Schema mit Credentials auf code78.de ausgerollt – und hier im Blog auch. Auf der „Über mich“-Seite, meiner Autorinseite und den Zertifikatsseiten. Warum? Weil strukturierte Daten Google helfen, Expertise richtig einzuordnen. Ich bin schließlich nicht nur Software Engineer und Social Media Managerin, sondern bringe auch KI-Zertifikate und Psychologie-Auszeichnungen mit – kurz: echtes Fachwissen, das Google ruhig sehen soll.
Strukturierte Daten machen Inhalte nicht nur semantisch lesbarer, sie können auch Rich Snippets erzeugen, die die Klickrate pushen.
Obendrauf habe ich Textauszüge (Excerpts) via PlugIn auf den Blog-Seiten ergänzt, um Google noch mehr Kontext zu liefern. Das ist eine langfristige Investition in Sichtbarkeit – und könnte künftig auch bei KI-basierten Suchen wie ChatGPT oder Google AI Mode richtig relevant werden.
Medium als zusätzlicher Veröffentlichungsweg
Seit Januar nutze ich zusätzlich Medium, um ausgewählte Artikel einer noch breiteren Leserschaft zugänglich zu machen. Dabei veröffentliche ich nur wenige, bereits indizierte Artikel – stets mit einem Canonical-Link auf meine Originalbeiträge im Blog, um Duplicate-Content-Probleme zu vermeiden.
So profitiert Medium von hochwertigem Content, ohne dass mein SEO-Ranking auf code78 leidet. Gleichzeitig steigt die Reichweite: Neue Leser*innen stoßen auf meine Inhalte, während die Suchmaschinen die Originalquelle klar zuordnen können.
KI-Sichtbarkeit: Wenn die KI dich zitiert
Dann kam der Moment, von dem wohl jede*r Blogger*in heimlich träumt: Ich habe meine eigene Sichtbarkeit in KI-Systemen getestet – und wurde als Quelle genannt. Ich habe diverse KI-Assistenten mit Fragen zu meinen Themen gefüttert, und code78 tauchte in den Antworten auf.

Das ist (hoffentlich) kein Zufall. Die Schema-Optimierung, die ich im November und Dezember umgesetzt habe, zahlt sich aus. KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews nutzen strukturierte Daten, um Quellen zu erkennen und zu bewerten. Wer seine Expertise via Schema.org sichtbar macht, erhöht deutlich die Chance, in KI-generierten Antworten zitiert zu werden. Und in meinem Backend entdecke ich tatsächlich schon einige Treffer, bei denen ChatGPT als Referrer angezeigt wird.
Das ist die neue Dimension von SEO (oder soll ich sagen GEO?): Es geht längst nicht mehr nur darum, in klassischen Google-Suchergebnissen zu ranken. Wer vorne mitspielen will, muss auch in den Antworten von KI-Assistenten präsent sein – und genau das habe ich im Januar erreicht. Ein kleiner, aber bedeutsamer Meilenstein.
Die 7100 Prozent-Impression-Explosion: Was steckt dahinter?
Und dann Ende Dezember: Ich öffne wie gewohnt die Google Search Console – und stolpere fast rückwärts in meine Axt 2000. Mein Artikel zur sinkenden organischen Reichweite in Social Media wird 7100 Prozent häufiger ausgespielt als sonst. Kein Tippfehler. Kein Zahlendreher.

Was steckt dahinter? Vermutlich ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Das Thema organische Reichweite war Ende 2025/Anfang 2026 extrem aktuell – Social-Media-Reichweiten lagen auf historischem Tiefpunkt. Gleichzeitig lief im Dezember das Google Core Update, das laut Expert*innen die Bewertungslogik von Inhalten angepasst hat. Möglicherweise hat Google meinen Artikel als besonders relevant für diese Suchanfragen eingestuft.
Klar, mehr Impressionen bedeuten nicht automatisch mehr Klicks – die Click-Through-Rate (CTR) bleibt entscheidend. Trotzdem: Eine Steigerung um 7100 Prozent zeigt, dass Google meinen Artikel massiv öfter ausspielt.

Das Blog war quasi tot. So langsam steigen die Zahlen wieder.
SEO-Optimierung der Hauptkategorien
Parallel zur Content-Optimierung habe ich auch meine vier Hauptkategorien SEO-technisch auf Vordermann gebracht. Konkret heißt das: Keyword-Analyse, Meta-Daten-Feinschliff und strategische interne Verlinkung innerhalb der Kategorien. Ziel: Jede dieser Kategorie soll als eigenständiger Content-Hub fungieren, der gezielt für relevante Keywords rankt.
Die Keyword-Analyse zeigt mir nicht nur, wonach meine Zielgruppe sucht, sondern auch, welche Inhalte noch fehlen. Durch die gezielte Optimierung entsteht eine klare thematische Struktur, die sowohl für Nutzer*innen als auch für Suchmaschinen leicht zu navigieren ist.
Performance messen ohne Analytics: Mein Setup
Jetzt kommt der Part, bei dem manchen SEO-Expert*innen die Haare zu Berge stehen: Ich habe kein Google Analytics. Warum? 2018, im Zuge der DSGVO, war mir der ganze Cookie- und Opt-in-Zirkus einfach zu viel – und ehrlich gesagt, ich bereue es nicht. Stattdessen nutze ich zwei Tools, die alles liefern, was ich brauche – und dabei DSGVO-konform bleiben.
Tool Nr. 1: Google Search Console
Mein Hauptwerkzeug für Performance-Analysen. Impressionen, Klicks, durchschnittliche Position, CTR – hier sehe ich alles, was zählt. Die 7100 Prozent-Steigerung? Entdeckt genau hier. Außerdem zeigt die Search Console, welche Suchbegriffe ziehen, welche Seiten Top-Rankings erzielen und wo es noch hakt. Für SEO schlicht unverzichtbar.
Tool Nr. 2: Statify
Direkt im WordPress-Backend. Statify ist schlank, DSGVO-konform und zeigt, welche Seiten am häufigsten aufgerufen werden und woher die Besucher*innen kommen (Referrer). Keine personenbezogenen Daten, keine Cookie-Banner, alles auf meinem Server – minimalistisch, aber völlig ausreichend. Ich sehe, was funktioniert – und das reicht.
Fazit
Der Januar war ein Meilenstein für das code78-Blog: Website-Überarbeitung, interaktive Inhalte, Schema-Optimierung – und eine Impressionsexplosion, die selbst mich verblüffte. Die Strategie scheint zu greifen: Interaktive Content-Pieces erhöhen die Verweildauer, strukturierte Daten machen Expertise sichtbar, und die Search Console zeigt, dass meine Artikel häufiger ausgespielt werden. Jetzt heißt es dranbleiben, Performance beobachten und weitermachen mit meiner SEO Case Study.






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