Wollt ihr wissen, wie sich eine „kleine“ Seite anfühlt, wenn man ihr in zwei Monaten eine Content- und SEO-Struktur verpasst, die nicht mehr nach 2015 schreit? Spoiler: Groß. Richtig groß.
Willkommen bei meiner eigenen SEO Case Study Blog
Im November und Dezember 2025 habe ich mein Blog nicht einfach „optimiert“, sondern einmal komplett in Einzelteile zerlegt, neu verdrahtet und mit einem Content-Cluster-Herz ausgestattet.
Sieben neue Beiträge im November, 15 neue Beiträge im Dezember, dazu Pillar Pages, das FAQ-Schema, Automatisierungen und sogar schon erste Google-Discover-Impressions – kurz: aus „Ich blogge hin und wieder“ wurde „Content-Architektur mit Plan“.
Diese Artikelreihe wird mein monatlicher SEO-Rückblick: Was habe ich konkret gemacht, was sagen die Zahlen, was hat funktioniert – und wo hat Google mir freundlich, aber bestimmt den Mittelfinger gezeigt?
In dieser ersten Folge geht es um den Zeitraum November und Dezember 2025 und darum, wie sich Content-Volumen, Struktur und E-E-A-T-Signale auf eine wachsende Seite auswirken.
Was im November passiert ist
Im November habe ich auf meinem Blog auf code78.de den Grundstein gelegt: Sieben Blogartikel mit einer durchschnittlichen Länge von 1332 Wörtern sind ein deutliches Signal für „Long-Form Content“, der mehrere Suchintentionen gleichzeitig abdecken kann – etwas, das SEO-Case-Studies immer wieder mit besseren Rankings in Verbindung bringen.
Mit einem durchschnittlichen SEO-Score von 80 Prozent und einer Spannweite von 64 bis 92 Prozent lag der Fokus klar auf sauberer Onpage-Optimierung: strukturierte Überschriften, Keyword-Fokus, interne Links und lesbare Snippets, wie sie auch etablierte Case Studies und Tools als Basis empfehlen.
Der erfolgreichste Artikel im November war das Thema „Apple HTML-E-Mail“ (veröffentlicht im Jahr 2017), dicht gefolgt von den zwei frischen KI-Artikeln KI und Prompt-Frameworks (1) und KI Content-Erstellung für Social Media (2).
Zur Erklärung: HTML-E-Mails und E-Mail-Formatierung sind nach wie vor ein Evergreen-Thema, weil viele Tools und Clients unterschiedlich rendern, was zahllose Guides und Support-Artikel im Web bestätigen.
Dass gerade KI-Themen mit 2035 (1) und 809 (2) Wörtern ebenfalls gut performt haben, passt zu aktuellen Trends: Content zu KI, Prompting und Automatisierung gehört seit wenigen Jahren zu den am stärksten wachsendenn Informationsbedürfnissen im Marketing-Bereich.
Dezember: Content-Gas geben mit System
Im Dezember bin ich in den „Haushaltsauflösungs-Modus“ gegangen – nur mit Content statt Klamotten und Kleinkram: 15 neue Blogbeiträge – also mehr als eine Verdoppelung der Produktionsrate im Vergleich zum November. Solche Content-Sprints sind wirkungsvolle Hebel, um Themenautorität aufzubauen, sofern Qualität und Struktur stimmen.
Mit durchschnittlich 1275 Wörtern blieben die Artikel weiterhin im Long-Form-Bereich, während der längste Beitrag „SEO ist tot. Lang lebe GEO!“ mit 2593 Wörtern klar in Richtung „Cornerstone Content“ geht – also ein durchaus umfassender Artikel, wie er auch bei Pillar- und Cluster-Strategien empfohlen wird.
Mein durchschnittlicher SEO-Score lag im Dezember bei 79 Prozent und damit minimal unter dem November, was aber bei höherem Volumen üblich ist: Mehr Output bedeutet mehr Varianz, dafür wächst die Gesamtmenge an indexierbaren und intern verlinkten Inhalten.
Inhaltlich lag der Schwerpunkt im Dezember auf den Kategorien „KI“ und „Social Media“, was perfekt zu einem Content-Cluster-Ansatz passt: wiederkehrende Themen, unterschiedliche Blickwinkel, aber klare Einordnung in wenige Kernthemen. Genau dieses Vorgehen empfehlen Guides zu Topic-Clusters und Pillar Content, um Google ein konsistentes Themensignal zu senden.
Die Seite mit dem interaktivem Flowchart zur KI-Ethik habe ich am 20. Dezember umgesetzt und händisch in der Search Console eingereicht. Dieses erreicht innerhalb kürzester Zeit eine hohe Position in den Suchergebnissen – mal schauen, wie es da weitergeht. Hier habe ich als Schema „nur“ das Website-Schema genutzt.

Farbleitsystem für die vier Pillar-Bereiche
Und weil ich nicht nur Content stapeln, sondern auch eure Augen und Gehirne*innen verwöhnen wollte, habe ich ein Farbleitsystem für die vier Pillar-Bereiche eingeführt: Social Media in dezenten Grün, Marketing in professionellem Blau, KI in futuristischem Beige, Psychologie in warmem Rosarot. Jede Infobox, Kategorie-Tag und Pillar-Link trägt jetzt seine Farbe – ein visuelles GPS durch mein Blog.
Macht das was für SEO? Direkt wahrscheinlich nicht – Google crawlt keine Hex-Codes. Aber andere Hebel explodieren potenziell: Verweildauer steigt, weil Nutzer*innen intuitiv durch thematisch farblich gekennzeichnete Inhalte navigieren und länger auf der Seite bleiben (visuelle Hierarchie wirkt wie ein unsichtbarer Pageflow-Direktor). Usability-Signale für Google verbessern sich, da klare visuelle Strukturen Bounce-Rates senken und User-Satisfaction-Scores pushen.
Fazit zum Farbsystem: Kein Google-Ranking-Boost, aber ein User-Experience-Turbo, der indirekt über Verweildauer, Pogo-Sticking-Reduktion und Marken-Stickiness wirkt.
Pillar Pages, interne Verlinkung und E-E-A-T
Ein zentrales Upgrade im Dezember war die Transformation der Kategorien Social Media, Marketing, KI und Psychologie zu Pillar Pages. Pillar Pages sind Seiten, die ein zentrales Thema umfassend behandeln und über interne Links auf spezialisierte Unterseiten, dem „Cluster Content“ (auf code78.de/blog sind das die Beiträge) verweisen, was inzwischen als Standardstrategie im SEO gilt.
Parallel dazu habe ich verbindliche Regeln für die Veröffentlichung neuer Artikel eingeführt. Dazu gehören:
- Jeder neue Artikel bekommt mindestens eine Infobox mit Text und CTA zu der passenden Pillar Page.
- Neue Beiträge verlinken innerhalb des Artikels auf mindestens zwei thematisch ähnliche Inhalte.
- Die entsprechenden Clusterpages werden stetig um Inhalte und Links zu den Artikeln erweitert.
Dieses Setup entspricht genau dem, was Topic-Cluster-Modelle empfehlen: starke interne Verlinkung, klare Rückverweise zur Pillar Page und sinnvolle Querverbindungen zwischen thematisch verwandten Artikeln.
Mehr zum Thema Pillar Pages
Gleichzeitig habe ich die E-E-A-T-Schiene verstärkt:
Ich habe eine Autorenbox erstellt und die Autorenseite mit Person-Schema eingereicht. Die Verlinkungen zu meinen Zertifikaten und Qualifikationen sind direkte Signale dafür, dass ich als reale Person mit Expertise hinter den geschriebenen Inhalten stehe – genau das, was Google in seinen aktualisierten Guidelines zu E-E-A-T betont.
Technik, Schema.org, Claude-Citation und Google Discover
Auf der technischen Seite stand im Dezember die Analyse der Google Search Console und das Fixen von Problemen im Fokus, insbesondere rund um Ladezeiten. Ich habe ein PlugIn installiert, dass mir die Bilder kleinerrechnet, ohne in der Qualität große Verluste einzubüßen.
Auch wenn sich noch keine klar messbaren Verbesserungen in den Metriken zeigen, gelten optimierte Ladezeiten, saubere Core Web Vitals und schnelle Antwortzeiten als klare Ranking- und UX-Faktoren, die Google explizit in seinen Richtlinien anspricht.
Spannend wurde es beim Einsatz von schema.org – konkret dem FAQ-Schema: FAQ-Markup hilft Suchmaschinen, Fragen-Antwort-Strukturen zu erkennen und kann dazu führen, dass Seiten als FAQ-Rich-Snippets in den Suchergebnissen erscheinen, was nachweislich höhere Klickraten ermöglichen kann.
Zusätzlich stärkt Schema Markup generell die semantische Verständlichkeit der Inhalte: Ob FAQ, Artikel, Person oder Website – strukturierte Daten werden seit Jahren als zentraler Bestandteil einer modernen SEO-Strategie beschrieben. Ich habe (aus Faulheit) bisher immer mit Article-Schema veröffentlicht. Das hatte den Nachteil, dass ich als Person nicht genannt werden konnte. Blöd für meine eigene Reputation. Aber naja… wer faul ist, muss leiden. Auf meiner To-do-Liste stehen jetzt auch Anreicherung von andersartiken Schema-Strukturen.
Ein absolutes Highlight: Bei einer Abfrage nach Case Studies zum Thema SEO/GEO hat Claude code78.de bereits als Quelle empfohlen. Das ist der Moment, wo man merkt: E-E-A-T, konsistente Themencluster und fundierter Content wirken nicht nur bei Google, sondern sickern auch in KI-Modelle ein – ein klares Signal, dass meine Strategie Früchte trägt – noch bevor die Rankings explodieren.
KI Citations
Ihr wollt verstehen, wie Künstliche Intelligenz und Citations wirklich funktionieren, was der Unterschied zwischen SEO und GEO ist und wie ihr eure Seite so optimiert, dass sie von Google und der KI erwähnt wird?
Ein weiteres Highlight war die erste Sichtung in Google Discover:
4 Impressions und 1 Klick wirken kosmetisch, signalisieren aber, dass meine Inhalte formal für Discover geeignet sind.
Discover funktioniert nicht wie klassische Suche, sondern zeigt Nutzer*innen personalisierte Inhalte basierend auf Interessen, Verhalten und Qualitätssignalen, weshalb starke visuelle Elemente, klare Themenfokussierung und E-E-A-T hier besonders wichtig sind.
Distribution: Automatisierung und Social Signals
Damit die Inhalte nicht einfach leise in der XML-Sitemap sterben, habe ich die Veröffentlichung von Blogbeiträgen über WP to Buffer zu Twitter (X), Threads und Facebook automatisiert. Solche Tools gehören längst zum Standard-Repertoire von Content-Marketing-Setups, weil sie Konsistenz sichern und manuelle Routine-Aufgaben abnehmen.
LinkedIn bespiele ich teilweise automatisiert, teilweise manuell – in vielen Case Studies wird genau diese Mischung empfohlen: Automation für Basis-Distribution, manuelle Posts für persönliche Einordnung, Thought Leadership und Dialog. Social Signals gelten zwar nicht als direkter Rankingfaktor, sind aber eng mit Markenbekanntheit, Link-Chancen und der Wahrnehmung von Autorität verknüpft.
Social Media, Sichtbarkeit und Relevanz
Jetzt auf meine Social-Media-Pillar-Page klicken und lernen, wie ihr Content baut, der nicht nur Reichweite bekommt, sondern Algorithmen hackt, Backlinks anzieht und eure SEO-Signale boostet – mit Hacks, die ich selbst auf code78.de einsetze.
In Summe entsteht damit eine Distributionsstruktur, bei der jeder Blogartikel nicht nur SEO-Asset ist, sondern gleichzeitig Social-Media-Futter, Brand-Baustein und potenzieller Einstiegspunkt für neue Nutzer*innen. Das passt auch zu Googles Fokus auf „helpful content“ und wiedererkennbare Autor*innen.
Was die Zahlen wirklich sagen
| Metrik | November | Dezember | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Anzahl Beiträge | 7 | 15 | +114% (Verdopplung+) |
| Durchschnittl. Länge | 1332 Wörter | 1275 Wörter | -4% (stabil long-form) |
| SEO-Score (Squirrly) | 80% | 79% | -1% (hohes Volumen) |
| Längster Artikel | – | 2593 Wörter | Cornerstone-Qualität |
Wenn man November und Dezember nebeneinander legt, ergibt sich ein ziemlich klares Muster:
- Content-Volumen: von sieben auf 15 Beiträge – also mehr als Verdoppelung.
Fun Fact: Mein imaginäres Supertool, die Axt 2000, wird in allen Beiträgen auf meinem Blog erwähnt. - Durchschnittliche Länge: ~1332 vs. ~1275 Wörter – weiterhin klar im Long-Form-Bereich
- SEO-Score: 80 vs. 79 – stabile Onpage-Qualität trotz deutlich mehr Output
Fallstudien zeigen, dass eine Mischung aus langfristig wachsendem Content-Volumen, hoher Textqualität und konsequenter interner Verlinkung oft wichtiger ist als das letzte Prozentpunktchen im SEO-Score. Wichtige Hebel sind strategische Cluster, hochwertige Inhalte und klare User-Signale statt bloß perfekter Tool-Werte.
Dass genau in dieser Phase erste Google-Discover-Impressions, wachsende Themencluster und klarere E-E-A-T-Signale sichtbar werden, passt sehr gut zu aktuellen Empfehlungen von Google: Wer konsistent hilfreiche, thematisch fokussierte Inhalte mit erkennbarer Autor*innenschaft veröffentlicht, baut sich über Monate eine immer stärkere Sichtbarkeit auf.
Fazit: Was ich im Januar anders (weiter) mache
Die letzten zwei Monate waren im Grunde der „Rohbau“: Content hochziehen, Pillar-Struktur bauen, andere Schema integrieren, Distribution automatisieren und E-E-A-T sichtbar machen. Der nächste Schritt im Januar wird sein, stärker in die Tiefe zu gehen: Rankings und Klickdaten pro Cluster auswerten, Inhalte gezielt nachoptimieren, schwächere Artikel konsolidieren und systematisch neue interne Links setzen.
Außerdem lohnt es für mich sich, Discover-Treffer und KI-Citations genauer anzuschauen: Welche Themen, Formate und Bildtypen landen dort – und wie lassen sich genau diese Muster gezielt reproduzieren, ohne in Clickbait-Kompost zu verfallen? Google selbst betont, dass hilfreiche, erfahrungsbasierte Inhalte mit klarer Nutzerorientierung langfristig besser performen als oberflächliche Trendtexte – genau da wird diese SEO Case Study Blog-Reihe ansetzen.








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