Algorithmus-Hacking Instagram

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Algorithmus-Hacking 2026: Wie Instagram entscheidet, was viral geht

Ihr habt endlich diesen einen Post hochgeladen – den perfekten. Scharf durchdacht, visuelle Qualität auf Punkt, Caption mit genau dem richtigen Humor. Und dann? Null Engagement. Nullen. Überall Nullen.
Während gleichzeitig ein Video von jemandem, der gerade sein Smartphone eingepackt hat, 500.000 Views bekommt.

Das ist keine Unfairness. Das ist Algorithmus-Hacking.

Lange Zeit war es Instagrams heiliges Geheimnis: der Algorithmus. Diese mystische Kraft, die in Sekundenbruchteilen entschied, ob euer Content viral geht oder – viel wahrscheinlicher – von 200 Followern genau nur von euren drei aktivsten Fans gesehen wird. Die Plattform hielt dicht. Meta hielt dicht. Für Creator war der Algorithmus wie eine Göttin des Zufalls – unergründlich, unberechenbar, ein bisschen gehässig.

2025 sieht das anders aus. Instagram-CEO Adam Mosseri öffnet sich. Die sogenannten „System Cards“ gewähren erstmals breite Einblicke in die Logik der Relevanzmodelle. Und die größere Sensation? Ihre könnt den Algorithmus nicht nur verstehen – ihr könnt ihn auch hacken.

Nicht durch obskure Tricks. Nicht durch automatisierte Kommentar-Bots (die funktionieren eh nicht mehr, und ja, ich weiß, dass einige von euch genau das versucht haben). Sondern durch etwas Besseres: durch Psychologie, KI-gestützte Datenanalyse und Reverse Engineering der Mechaniken, die Instagram selbst euch zeigt.

Achtung: Das ist kein „5 einfache Tipps“-Artikel. Wenn ihr das sucht, gibt es genug listige Blog-Inhalte da draußen. Das hier ist der tiefe Tauchgang. Weil echtes Algorithmus-Hacking nicht einfach ist – aber verdammt effektiv, wenn ihr versteht, wie es wirklich funktioniert.

Die Black Box ist offen: Instagrams neue Transparenz

Früher war das so: Ihr stelltet Fragen. Instagram gab euch vage Antworten. Adam Mosseri postete Carousel-Posts, die nach technischem Kauderwelsch klangen, und am Ende wusstet ihr genauso wenig wie vorher.

2025 war anders. Instagram hat nicht einfach einen Algorithmus – es hat vier parallele KI-Systeme, die gleichzeitig entscheiden, was ihr seht. Und Adam Mosseri macht das öffentlich.

Die vier Systeme sind:

  1. Feed-Algorithmus: Was ihr in eurem persönlichen Feed seht (die „Following“-Inhalte gemischt mit Recommendations)
  2. Explore-Algorithmus: Die Entdeckungsseite – euer Tor zu neuen Accounts
  3. Reels-Algorithmus: Die Video-Maschine, die den Feed längst dominiert
  4. Stories-Algorithmus: Dieser unterschätzte kleine Bruder, der Nähebeziehungen bevorzugt

Jedes System funktioniert nach eigenen Regeln. Nicht nach einer universellen Formel. Das ist die erste große Erkenntnis für Hacker: Wer sein Reels-Game auf Feed-Logik aufsetzt, wird scheitern. Punkt.

Die Transparenz ist ein PR-Move – ja, gerne. Aber sie ist auch eine Waffe. Weil ihr jetzt wisst, wo ihr hin müsst.

Die vier Algorithmen, die euer Schicksal bestimmen

Der Feed-Algorithmus: Das Reich der Beziehungen

Der Instagram-Feed ist nicht chronologisch. Das habt ihr längst begriffen. Stattdessen läuft hier eine Relevanzberechnung ab, die vier Hauptsignale bewertet:

  1. Beziehung: Wie oft und wie tiefgreifend ihr mit einem Account interagiert
  2. Interesse: Was euer vergangenes Verhalten über eure Vorlieben verrät
  3. Aktualität: Wie frisch der Content ist
  4. Verweildauer: Wie lange ihr ein Post anschaut, bevor ihr weiterglimt

Das System wertet nicht einfach nur „wie viele Likes“. Es wertet Interaktionsqualität. Ein Kommentar wiegt mehr als ein Like. Ein Send wiegt mehr als ein Kommentar. Ein Speichern wiegt mehr als alles.

Hacktipp: Denkt nicht in Posts. Denkt in Beziehungen. Der Content-Plan ist eigentlich ein Beziehungsaufbau-Plan. Jeder Post ist eine Gelegenheit, entweder oberflächliche Interaktionen zu triggern (Likes: schwach) oder tiefe Engagement-Signale (Kommentare, Sends, Saves: stark).

Der Explore-Algorithmus: Das Reich der Entdeckung

Explore ist anders. Hier kennt euch Instagram nicht. Der Algoritmus arbeitet hier nicht mit „euer Beziehungshistorie“-Daten. Stattdessen nutzt er:

  • Inhaltsrelevanz: Wovon handelt der Post? (Computer-Vision-AI bestimmt das – sogar ohne Hashtags)
  • Zielgruppenfokus: An wen richtet sich dieser Content?
  • Frühe Interaktionen: Wie schnell bekommt der Post Engagement nach Veröffentlichung?

Das ist entscheidend: In Explore gewinnt der schnelle Start. Die erste Stunde zählt überproportional. Ein Post, der innerhalb der ersten 60 Minuten 100 Saves und 500 Kommentare bekommt, signalisiert dem System: „Das ist viral-würdig.“

Danach wird er exponentiell mehr Reichweite bekommen.

Hacktipp: Wenn ihr auf Explore ausspielt wollt, braucht ihr einen Hook-Start. Die besten Creator wissen das: Die ersten 3 Sekunden entscheiden, ob euer Video bis zum Ende geschaut wird. Und das sieht der Algorithmus.

Der Reels-Algorithmus: Das Reich des glücklichen Scrollens

Reels sind Instagrams Content-Kind. Das System liebt Reels, weil Nutzer*innen darin hängen bleiben (Watch Time = Geld für Meta).

Der Reels-Algorithmus bewertet:

  • Watch Time: Wie lange schauen Nutzer*innen euer Reel?
  • Engagement-Qualität: Kommentare, Reshares, Saves
  • Originalität: Ist das ein Trend oder ein Eigengewächs?

Hier ist der wichtigste Insight: Reels werden nicht auf Follower-Basis ausgespielt. Ein neuer Account mit einem brillanten Reel kann 500.000 Views bekommen. Eine große Marke mit langweiligem Content bekommt 5.000.

Das ist brutal. Das ist auch wunderbar. Denn das heißt: Wenn ihr den Algorithmus versteht, könntet ihr aus dem Nichts kommen.

Der Stories-Algorithmus: Das Reich der Nähe

Stories sind die persönlichsten. Der Algorithmus hier bevorzugt:

  • Interaktionsrate: Wer reagiert auf eure Stories?
  • Regelmäßigkeit: Postet ihr konsistent?
  • Watch Time: Wer schaut sie bis zum Ende?

Stories sind das Gegengift zum Explore-Algorithmus. Hier ist nicht wichtig, wie viele Follower ihr habt, sondern wie nah die Beziehung zu euren Followern ist.

Hacktipp: Stories sind euer Relationship-Builder. Nutzt sie für Authentizität, Fragen (mit interaktiven Stickern), und Behind-the-Scenes-Content. Der Algorithmus bevorzugt Accounts, die regelmäßig Stories posten.

Instagram Systeme: Feed, Explore, Reels, Stories

Die Kernmechanik: Wie Instagram „relevant“ definiert

Hier greife ich ein bisschen ins technische Rüstzeug. Keine Sorge – ich verspreche, das verständlich zu erklären.

Instagram nutzt Multi-Faktor-Ranking mit logarithmischem Engagement-Scaling. Das bedeutet:

Das System nutzt auch das, was Computer-Vision-Expert*innen „Feature Engineering“ nennen. Das heißt: Instagram identifiziert automatisch die wichtigsten Variablen in eurem Content:

  • Visuelle Qualität: Ist das Bild scharf, hell, professionell? (Die AI misst das)
  • Text-Signale: Welche Keywords sind in der Caption enthalten?
  • Audio-Signale: (Bei Reels) Ist der Sound trending?
  • Motion-Signale: Wie schnell schnitten die Szenen?

Das funktioniert komplett ohne euch. Der Algorithmus schaut euer Reel an und versteht inhaltlich, worum es geht.

Psychologie meets Machine Learning: Warum euer Gehirn das Ziel ist

Hier wird’s spicy.

Instagram ist nicht „neutral“. Der Algorithmus ist nicht „objektiv“. Instagrams System ist absichtlich darauf ausgerichtet, eure psychologischen Schwachstellen anzutippen – um euch länger auf der Plattform zu halten.

Das ist nicht Verschwörungstheorie. Das ist dokumentiert.

Das Dopamin-Spiel

Euer Gehirn bekommt einen Dopamin-Hit, wenn:

  • Jemand euer Foto liked
  • Ein Kommentar unter eurem Post auftaucht
  • Ihr eine neue DM bekommt

Dopamin ist nicht das „Glücklichkeits-Hormon“ (ein Mythos). Dopamin ist euer Motivations- und Neugierungs-Hormon. Es macht euch neugierig auf Belohnungen.

Instagram nutzt das absichtlich. Die Benachrichtigungen-Dings ist kein Feature – es ist eine psychologische Waffe.

Und hier ist das Verrückteste: Social Media erzeugt einen Dopamin-Loop, der mit Glücksspiel gleichzusetzen ist. Jeder Like ist wie ein Slot-Machine-Spin. Ihr wisst nicht, wann der nächste Like kommt (variable Verstärkung = höchstes Sucht-Potenzial).

Der Überfluss-Effekt

Emotional geladene Inhalte werden 5 mal schneller verarbeitet als rationale Inhalte. Das bedeutet: Ein entsetzlicher Post bekämpft Langweile besser als ein informativer Post.

Posts, die starke Emotionen auslösen, werden 3 mal häufiger geteilt als neutrale Posts.

Warum? Weil euer Gehirn das Emotionale als prioritär einstuft. Und ihr fühlt den Drang, diese Emotion weiterzugeben – das nennt sich „Emotional Contagion“.

Instagram weiß das. Der Algorithmus bevorzugt Content, der euch emotional aufwühlt. Ob positiv oder negativ – egal.

Das ist der psychologische Kern des Algorithmus-Hackings: Ihr müsst verstehen, dass Engagement = Emotion ist. Neutral ist tot.

Psychologie – der Cheatcode hinter dem Algorithmus

Wenn ihr Instagram wirklich hacken wollt, reicht Technik allein nicht. Ihr müsst verstehen, wie Gehirne ticken – warum starke Emotionen Inhalte bis zu dreimal häufiger teilbar machen, wie variable Belohnungen Social Media süchtig machen und weshalb ein gut gesetzter „Curiosity Gap“ mehr wert ist als 100 generische Hooks.

Reverse Engineering mit KI: Der praktische Hack

Jetzt zum praktischen Teil: Wie benutzt ihr KI, um den Algorithmus rückwärts zu verstehen?

Reverse Engineering bedeutet: Ihr schaut euch erfolgreiche Posts an, lasst KI die Muster analysieren, und baut eure eigenen Posts nach diesen Mustern.

Der 3-Schritte-Workflow mit KI

Schritt 1: Erfolgreiche Posts sammeln

Findet 5–10 Posts in eurer Nische, die viral gegangen sind – also 100k+ Engagement bekommen haben. Speichert die:

  • Bilduntertitel
  • Hashtags
  • Post-Timing
  • Engagement-Statistiken (falls sichtbar)

Schritt 2: KI-Analyse durchführen

Ihr benutzt dafür Claude oder ChatGPT. Beispiel-Prompt:

„Analysiere diese 5 viralen Instagram-Captions und extrahiere die gemeinsamen Muster: Struktur, emotionale Trigger, Call-to-Action Placement, Wortlänge, Satzschnittstellen. Gib mir die Erfolgskriterien als Liste.“

Die KI wird euch sagen:

  • Wann der CTA positioniert ist (Anfang = schlecht, nach emotionaler Hook = gut)
  • Wie lang die durchschnittliche Caption ist
  • Welche emotionalen Keywords dominant sind
  • Wie oft Fragen gestellt werden

Schritt 3: Erfolgsmodell systemisieren

Ihr baut diese analysierten Kriterien in eure Systemvorgabe für zukünftige Posts:

„Schreibe eine Instagram-Caption mit diesen Kriterien: Hook in Zeile 1, emotionale Geschichte Zeile 2-4, CTA nach emotionaler Peak, ein rhetorische Frage, max. 3 Hashtags am Ende. Sprich die Zielgruppe im ‚Ihr‘-Format an.“

Das ist Reverse Engineering. Ihr hackt nicht den Code – ihr hackt die Muster, die der Algorithmus bevorzugt.

Predictive Analytics: Die KI sieht die Zukunft

Noch besser: Machine Learning kann vorhersagen, ob euer Content viral wird – bevor ihr ihn postet.

Tools wie Dash Social oder FeedHive nutzen Predictive Models, um folgende Fragen zu beantworten:

  • Wird dieser Post performant sein? (Prediction mit 73–92% Genauigkeit)
  • Wann sollte ich ihn posten?
  • Welche Headline hat die beste Click-Through-Rate?

Ein Beispiel aus der Realität: Ein Unternehmen nutzte Predictive Analytics und erhöhte sein Holiday-Campaign-Engagement um 30% – nur durch Timing-Optimierung.

Das ist nicht Glück. Das ist Mathematik.

Die psychologischen Trigger, die Instagram absichtlich nutzt

Jetzt kennt ihr die technische Seite. Aber was ist die psychologische Seite?

Instagram nutzt (bewusst) mehrere psychologische Tricks, um euch zu hooken und zum Teilen zu motivieren.

FOMO: Fear of Missing Out

FOMO ist der König der psychologischen Trigger. Instagram erzeugt FOMO durch:

  • Zeitdruck: „Nur noch heute verfügbar“, „Limited Time“
  • Knappheit: „Nur noch 2 Plätze“, „Limitierte Auflage“
  • Exklusivität: „Nur für Follower“
  • Stories-Vergänglichkeit: Sie verschwinden in 24h – und das wissen Nutzer*innen

Stories, die FOMO-Mechaniken nutzen, bekommen 78% mehr Last-Minute-Engagement als Stories ohne.

Social Proof

Menschen vertrauen anderen Menschen. Wenn 1.000 Leute etwas geliked haben, denkt ihr: „Muss ja gut sein.“

Der Algorithmus weiß das. Und zeigt euch Posts mit hohem Engagement höher an. Weil Engagement = Social Proof = weitere Engagement.

Das ist ein positiver Feedback-Loop.

Hacktipp: Bekommt ihr in der ersten Stunde 100+ Saves auf einen Post, habt ihr gewonnen. Der Algorithmus nimmt das als Signal für „dieser Post ist wertvoll“ und spielt ihn exponentiell aus.

Curiosity Gaps und Pattern Interruption

Das Gehirn hasst Unvollständigkeit. Wenn eine Information unvollständig ist, wollen wir sie abschließen.

Ein Post, der eine Frage stellt, erzeugt einen Curiosity Gap. Das Gehirn will die Antwort sehen.

Beispiel:

  • ❌ Schlecht: „Hier sind 5 Tipps für die Axt 2000″
  • ✅ Gut: „Diese 1 Sache zerstört die Klinge deiner Axt 2000 (und keiner erzählt dir das)“

Der zweite Text erzeugt einen Curiosity Gap. Ihr müsst weiterlesen. Aber bitte nicht too much Clickbait.

Pattern Interruption funktioniert ähnlich: Ihr unterbreched das, was Nutzer*innen erwarten. Ein abrupter Schnitt. Ein unerwarteter Sound. Eine komische Schrift.

Der Algorithmus bevorzugt Content, der Nutzer*innen zum Weiterschauen „zwingt“.

Instagram SEO: Das Fundament für Algorithmussichtbarkeit

Hier ist ein großes Missverständnis: Instagram SEO bedeutet nicht Hashtag-Spam.

2026 funktioniert Instagram SEO so:

Keywords sind King. Hashtags sind optional.

Warum? Weil Instagram jetzt natural language processing (NLP) nutzt, um den Kontext eurer Posts zu verstehen – sogar ohne Hashtags.

Social Media

Algorithmen, Keyword-Strategien, Psychologie … Social Media hat viele Themenfelder. Und ich habe sie (beinahe) alle gesammelt. Auf der Übersichtsseite zum Thema

Wo ihr Keywords platzieren müsst:

  1. Profilbio: Nutzt 2-3 hochrelevante Keywords in eurer Bio
    • Beispiel: „Digital Creator | Instagram Growth Hacks | KI-Enthusiastin“
  2. Post-Captions: Keywords sollten natürlich in den ersten 150 Zeichen vorkommen
    • Nicht: „Instagram Algorithmus Instagram Algorithmus Instagram Algorithmus“
    • Sondern: „Der Instagram Algorithmus 2026 entscheidet in Millisekunden, ob euer Content viral geht.“
  3. Alt-Text: Beschreibt, was auf eurem Bild ist – mit Keywords
    • „Frau erklärt Instagram Algorithmus vor Whiteboard“
  4. Reel-Untertitel: Diese werden automatisch extrahiert und als Text-Signals gewertet
  5. Ort-Tags: Ein unterschätztes Signal. „Berlin“ + lokale Keywords = lokale Sichtbarkeit

Das Instagram-SEO-Geheimnis: Instagram nutzt jetzt die Suchleiste wie eine Mini-Google-Instanz. Die Inhalte, die oben angezeigt werden, sind nicht willkürlich – sie sind optimiert.

Ein Post mit den richtigen Keywords in der Bio + Caption + Alt-Text wird 3–5x höher in der Instagram-Suche ranken als ein Post ohne.

KI-Tools für Algorithmus-Analyse

Hier ist das Arsenal, das ich selbst nutze (und das dank aktuellem KI-Boom endlich bezahlbar ist):

Text-Modelle: ChatGPT & Claude

  • ChatGPT: Schnell, dialogstark, großes Integrations-Ökosystem. Perfekt für Content-Ideen und Hook-Generierung.
  • Claude: Besser für lange Textanalysen. Wenn ihr 100 Posts analysieren wollt, schmeißt ihr sie in Claude, und das Modell findet die Muster.

Praktischer Anwendungsfall:
Ihr schickt Claude 10 eure Top-Performing Reels als Transkripte. Claude analysiert die Hook-Struktur, Pacing und Call-to-Action-Platzierung.

Predictive Tools: FeedHive und Dash Social

  • FeedHive: Sagt euch, wann ihr posten solltet und welche Caption-Variante besser performt
  • Dash Social: Visuelle Content-Analyse mit Predictive Scoring

Diese Tools nutzen Machine Learning, um vorherzusagen, ob euer Post erfolgreich wird.

Trend-Vorhersage: KI-Modelle mit Real-Time-Datenfeeds

Neue Tools können Trends Wochen voraus vorhersehen, indem sie 15.000+ Posts pro Minute analysieren.

Das ist die Endgame-Strategie: Ihr postet nicht reaktiv zu Trends. Ihr postet proaktiv, bevor der Trend viral geht.

Die neuen Features: Your Algorithm und das FOMO-Elixier

Instagram hat 2025 zwei neue Features gelauncht, die für Hacker wichtig sind:

Feature 1: „Your Algorithm“

Mit diesem Feature sehen Nutzer*innen, welche Themen Instagram denkt, die interessieren sie.

Beispiel: Die AI zeigt an: „Du interessierst dich für Fotografie, Spiritualität, Künstliche Intelligenz.“

Nutzer*innen können das anpassen – und sagen „mehr davon“ oder „weniger davon“.

Hacktipp: Das bedeutet, dass eure Content-Nische noch wichtiger wird. Wenn ihr in 3 völlig unterschiedlichen Nischen postet, verwirrt ihr den Algorithmus. Ein Account für eine fokussierte Nische wird bevorzugt.

Feature 2: Neue Feedback-Buttons

Instagram testet „See too often“ und „Not too often“-Buttons, um das System smarter zu machen.

Das heißt: Repetitives oder schlechtes Content wird schneller abgestraft.

Die Konsequenz: Qualität über Quantität. Ein brillanter Post pro Woche schlägt 5 durchschnittliche Posts.

Die Daily-Reels-Bombe

Über 50% der Reels, die euch gezeigt werden, wurden am selben Tag hochgeladen.

Das ist der Hinweis, dass Aktualität übertrumpft alles. Ein aktuelles, mittelmäßiges Reel wird einem älteren, großartigen Reel vorgezogen.

Long Story short: Die FAQ

Frage:
Wie funktioniert der Instagram-Algorithmus 2026?
Antwort:
Der Algorithmus besteht aus vier parallelen Systemen: Feed, Explore, Reels und Stories. Jedes bewertet unterschiedliche Signale wie Beziehung, Interesse, Aktualität, Verweildauer, frühes Engagement, Watch Time oder Interaktionsqualität, um relevante Inhalte für jede Nutzerin individuell auszuspielen.

Frage:
Wie kann ich meine Inhalte für Instagram sichtbar machen?
Antwort:
Wichtig sind frühes Engagement, hohe Interaktionsqualität, Keyword-Optimierung in Bio, Caption und Alt-Text sowie die Nutzung plattformspezifischer Formate wie Reels und Stories. Konsistenz und strategische Platzierung von Hooks und CTAs erhöhen die Chancen auf Reichweite.

Frage:
Welche Rolle spielt die Psychologie im Algorithmus?
Antwort:
Instagram nutzt bewusst psychologische Trigger wie Dopamin-Loops, FOMO, Social Proof oder Curiosity Gaps. Inhalte, die Emotionen wecken oder Neugier erzeugen, werden häufiger geteilt und vom Algorithmus bevorzugt ausgespielt

Frage:
Was ist Reverse Engineering mit KI für Instagram?
Antwort:
Reverse Engineering bedeutet, erfolgreiche Posts zu analysieren, gemeinsame Muster zu erkennen und diese Erkenntnisse für eigene Posts zu nutzen. KI-Tools können Struktur, Hook-Platzierung, Call-to-Action und emotionale Trigger extrahieren.

Frage:
Wie unterscheiden sich Feed, Explore, Reels und Stories in ihrer Funktionsweise?
Antwort:

  • Feed: Fokus auf Beziehung und Interaktionsqualität.
  • Explore: Bewertung nach Inhalt, Zielgruppe und frühem Engagement.
  • Reels: Priorisiert Watch Time, Engagement-Qualität und Originalität.
  • Stories: Bevorzugt Nähe, Interaktionsrate und regelmäßiges Posten.

Frage:
Wie funktioniert Instagram SEO?
Antwort:
Instagram nutzt Natural Language Processing, um Inhalte zu verstehen. Keywords in Bio, Caption, Alt-Text und Ort-Tags erhöhen die Sichtbarkeit. Hashtags sind optional, unterstützen aber das Targeting. Die ersten 150 Zeichen einer Caption sind besonders wichtig für die Suche.

Fazit: Algorithmus-Hacking

Ihr könnt den Algorithmus nicht „betrügen“. Nicht im klassischen Sinne.

Aber ihr könnt ihn verstehen. Und wenn ihr ihn versteht, könnt ihr euch intelligent darin bewegen.

Die Formel ist:

Algorithmus-Hacking = Psychologie + Machine Learning + Reverse Engineering + Konsistenz

Ihr braucht nicht viral gehen, um erfolgreich zu sein. Aber wenn ihr die psychologischen Mechaniken versteht – Emotionen, Dopamin-Loops, Curiosity Gaps – und die technischen Signale optimiert – Early Engagement, Keyword-Platzierung, Format-Spezifikation – dann habt ihr eine verdammt bessere Chance.

Instagram ist 2026 nicht mehr die Black Box von vor 3 Jahren. Meta redet. Adam Mosseri postet Carousel-Cards. Und plötzlich könnt ihr den Code sehen.

Das ist euer Fenster.


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Von: Heidi Schönenberg-Hausdorf

2 Antworten zu „Algorithmus-Hacking 2026: Wie Instagram entscheidet, was viral geht“

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Heidi Schönenberg-Hausdorf

Hallo

Ich bin Heidi. Offiziell von der IHK gekrönte Software-Hoheit und Social-Media-Maestra. In meiner Wall of Frames hängen Psychologie-Expertise und frische KI-Zertifikate friedlich nebeneinander.
Ich verstehe also Menschen und Maschinen – fragt sich nur, wer von beiden anstrengender ist.

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