Wenn die Sonne scheint, die Shorts rauskommen und die Aufmerksamkeit ins Freibad wandert, heißt das nicht automatisch Pause für unser Marketing. Ganz im Gegenteil: Die Sommerferien sind eine sonnige Gelegenheit für das Marketing— ich verrate euch, wie ihr mit cleveren Strategien das Sommerloch umgeht, eure Marke frisch aufladet und genau da seid, wo eure Zielgruppe chillt.
Wir sitzen unter dem Sonnenschirm — und während andere Badegäste ihre Liegestühle ausklappen, denken wir nicht ans Planschen, sondern an Reichweite, Interaktion und Conversion. Ja, wir wissen, dass die Eiscreme langsam schmilzt, aber hey — Prioritäten!
Denn auch wenn viele in den Ferien sind, heißt das nicht, dass Marketing Urlaub macht. Wenn ihr eure Kampagnen smart anlegt, kann gerade die Ferienzeit zur Hochsaison für gute Markenauftritte werden. Es ist auch gar nicht so schwer, wie es klingt — man muss nur wissen, wo die Gummienten treiben und welche Stories die Leute wirklich anschauen. Also: So geht Marketing in den Sommerferien.
Was passiert in den Sommerferien?
In den Sommerferien verändert sich das Verhalten eurer Zielgruppe — und damit auch die Spielregeln eurer Marketingstrategie.
Verändertes Konsum- und Medienverhalten
Viele Menschen sind unterwegs: im Urlaub, am Meer, im Garten — also nicht wie sonst im Büro oder am Schreibtisch. Das heißt: Die mobile Nutzung steigt und Aufmerksamkeit verschiebt sich.
Gleichzeitig entsteht ein sogenanntes Sommerloch im Marketing: Weniger Wettbewerb, etwas geringerer Traffic, günstigere Ad-Preise.
Deswegen lohnt sich Marketing in den Sommerferien – mit angepassten Strategien.
Was bedeutet das für unsere Strategie?
Wenn die anderen leicht in den Urlaub gehen – wir nicht. Wir passen uns an: mobile first, aufmerksamkeitsstark, saisonbezogen. Wir nutzen die ruhigere Phase nicht zum Ausruhen, sondern zum Ausschöpfen. So machen wir das Sommerloch zur Sommerchance.
7 Tipps für erfolgreiches Marketing in den Sommerferien
1. Früh abheben
Obwohl Sommer Ferien bedeutet — das heißt nicht, dass ihr euch zurücklehnen solltet. Ganz im Gegenteil: Früher Einstieg und ein geschickter Übergang in Herbst bringt Komfortgewinn.
Tipp: Plant eure Sommeraktionen schon, bevor alle ins Freibad gehen. Dann könnt ihr gezielt Präsenz zeigen, wenn andere noch im Ruhemodus sind.
2. Mobil optimieren und den Sommer-Vibe zeigen
Im Sommer verschiebt sich das Verhalten eurer Zielgruppe — plötzlich scrollen sie auf der Luftmatratze statt am Schreibtisch, die Sonnenbrille sitzt auf der Nase, der Cocktail in der Hand.
Alles muss schnell gehen, leicht verdaulich sein und auf einem kleinen Screen funktionieren. Die Geduld für lange Erklärungen schmilzt schneller als ein Softeis.
Was funktioniert:
- Landingpages mobil optimieren: Achtet auf kurze Ladezeiten, sonst springen die Leute in andere Pools
- Inhalte mit Sommer-Feeling wie „Unsere Beach-Bag Checkliste“ oder klassische „Sommer-Must-Haves“
- Snackable Content produzieren: Kurze Clips, Karussells, Memes mit Sommerbezug
- Geotargeting für Urlaubsregionen wie „Grüße aus Sylt. Und 10 % auf Sonnenpflege!“
- Aufruf: „Wir liefern auch ans Ferienhaus . WLAN reicht!“
3. Sommer-Vibes reinbringen und coole Geschichten erzählen
Vergesst nicht: Im Sommer geht es nicht nur um Sonne und Sonnenschirm. Es geht um Urlaub, Auszeit, draußen sein und diese ganze positive Stimmung. Genau diesen Urlaubsvibe müsst ihr in eure Kampagnen pumpen.
Beispiele:
- Erzählt eine Story, die zur Saison passt. Wie hilft euer Produkt, den perfekten Strandtag zu retten? Was hat es mit der ultimativen Festival-Packliste zu tun?
- Teilt „Pool-Momente“ mit eurem Stuff
- Die „Packliste für die Sommerferien“ (und wie ihr dabei helft, Urlaubs-Stress zu vermeiden).
- „Sommer-Editionen“ oder Special-Angebote, die eben nur jetzt existieren
- Der coole Trick mit dem Wetter: Knüpft kleine Rabatte oder Deals an die Temperatur. Je heißer es wird, desto mehr Prozent gibt’s. Das ist witzig, sorgt für Aufmerksamkeit und die Leute reden drüber.
Best Practice
Wetterbasierte Ads: Ihr könnt Rabatte an Temperaturen knüpfen. Je heißer es wird, desto mehr Rabatt gibt es.
4. Interaktion und User Generated Content fördern
Wenn Leute Urlaub machen, sind sie entspannt — also offener für spielerische Formate. Sie wollen sich unterhalten lassen und nicht kaufen. Und genau das kann eure Chance sein.
Ihr könnt:
- Hashtags nutzen wie #EisUndEhrlich oder #BeachVibesWithBrand
- User Generated Content Challenges starten: Zeig uns, wie du Sommer machst – mit uns!
- Die besten Pool-Selfies, können auch gefeatured werden – und nein, wir kontrollieren die Haare nicht
- Micro-Influencer*innen aus Urlaubsregionen einbeziehen
5. FOMO
Im Sommer wird oft nach Stimmung gekauft, nicht nach Logik. Es riecht nach Sonnenmilch, Eiscreme und Entspannung – da geht alles leichter von der Hand. Nutzt das, ohne aufdringlich zu wirken: Macht eure Angebote spaßig, zeitlich begrenzt oder überraschend. Ein kleines Augenzwinkern, ein Countdown für exklusive Deals oder ein sommerliches Event kann schon genügen, um die Lust zu wecken. Wichtig ist: Ihr seid Teil der guten Laune, nicht der Verkaufsmaschine.
Beispiel:
- Ein Countdown in Instagram-Stories: „Nur heute: unser heißester Sommer-Deal!“ – wie ein kleines Sonnenfenster, das gleich wieder verschwindet.
- Mini-Gewinnspiele: „Zeig uns dein Sommeroutfit am Strand – die coolste Story gewinnt!“
- Überraschungsrabatte passend zur Hitze: Je heißer der Tag, desto größer der Rabatt – witzig, aufmerksamkeitsstark und leicht verdaulich.
6. Denkt weiter als bis zum Eis am Stiel: Nach den Sommerferien kommt Back-to-School
Auch wenn der Fokus auf Sommer liegt: Viele denken schon vor dem Ferienende an Rückkehr, Routine und Herbst. Marken, die diese Phase mitdenken, können nahtlos überleiten.
Strategie:
- Mitte oder Ende Ferien: Kampagne auf „Letzter Sommer-Push“ umstellen
- „Bald wieder Alltag? Wir machen den Übergang leichter“
- Teaser für Herbst-Launchs platzieren
7. Daten nutzen & dokumentieren – denn Ferien sind keine Stillstands-Pause
Der Sommer ist eine perfekte Gelegenheit, kleine Experimente zu starten und herauszufinden, was eure Community wirklich anspricht.
Praktisch könnte das so aussehen:
Vergleicht, wie eure Sommer-Posts im Vergleich zu den letzten Jahren performt haben – was kam gut an, was weniger?
- Nutzt die ruhigere Phase, um neue Formate zu testen: Kurze Clips, Story-Challenges oder kleine Rabattaktionen.
- Schaut genau hin, was auf mobilen Endgeräten gut funktioniert – schließlich scrollen eure Leute gerade auf der Luftmatratze oder im Garten.
- Das Ziel: Erkenntnisse sammeln, die ihr direkt in den Herbst mitnehmen könnt. So wird aus dem Sommerloch keine Pause, sondern ein Sprungbrett für eure nächsten Kampagnen.
Die 3 häufigsten Fehler, die resultierenden Folgen und wie ihr sie vermeidet
Damit eure Sommerferien-Marketing-Welle nicht an der Brandung driftet:
Ruhiger angehen lassen
Im Sommer kann man schnell den Fehler machen, einfach die Füße hochzulegen und zu denken: „Ach, lassen wir’s mal ruhiger angehen.“ Aber genau dann passiert, was ihr nicht wollt: Während ihr faul am Pool sitzt, rennen die Wettbewerber draußen ihre Klicks, Views und Leads ein – und ihr bleibt eine ominöse Schattenfigur. Aktiv bleiben ist hier das Zauberwort! Postet, testet, startet Mini-Aktionen – selbst wenn die Konkurrenz gerade Eis schleckt oder auf der Luftmatratze chillt.
Winter-Kampgnen aufleben lassen
Klassiker: Bereits gelaufene Standard-Kampagnen duplizieren und auf die Reise schicken. Klar, einfacher geht’s nicht. Aber: Stimmung, Jahreszeit und Urlaubsfeeling passen nicht zu dem Standard-Krempel von vorher. Also: passt eure Inhalte, Visuals und Texte an die Sommerferien an. Nutzt farbige Bilder, leichte Botschaften und kleine Geschichten.
Kurzfristig denken
Ein weiterer Fehler: Nur kurzfristig zu denken und den Herbst oder das Back-to-School-Geschäft komplett zu ignorieren. Die Sommerferien enden irgendwann, und plötzlich ist alles vorbei – das Momentum weg, die Reichweite verpufft… Plant deshalb früh genug Übergänge, teasert neue Aktionen an, gebt eurer Community schon ein kleines Vorgefühl auf den Herbst. Wer clever ist, nutzt den Sommer nicht nur für Reichweite, sondern auch als Sprungbrett in die nächste Saison.
Fazit
Das berühmte Sommerloch? Bullshit. Vielmehr ist es eure Bühne. Wer clever ist, gewinnt Aufmerksamkeit, Reichweite und Markenliebe – während der Rest noch im Schatten döst.
Marketing in den Sommerferien heißt nicht nur bunte Bilder zu posten oder generische Rabatte rauszuhauen. Es heißt: Situationen nutzen, Emotionen treffen, Geschichten erzählen, die hängenbleiben. Mobile, snackable, echt – alles andere ist Wasser auf die Mühlen der Konkurrenz.
Also packt Laptop und Sonnencreme, mixt euren Cocktail aus Kreativität und Strategie – und macht das Sommerloch zur Sonne auf eurer Conversion-Statistik. Wer jetzt entspannt zurücklehnt, kann später nur noch die anderen um ihre Klicks beneiden.






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