10 Tipps für bessere Blogbeiträge

Bessere Blogbeiträge schreiben

Blogbeiträge schreiben kann erstmal jede/r.
Die Kunst besteht also darin, Themen zu finden, die andere Menschen aus den Klotschen haut – weil die entweder gefragt sind wie der Sack des Weihnachtsmanns bei meinen Kindern oder so topaktuell sind, dass ihr euch das Monopol des Themas unter den Nagel reißen könnt.
Es geht nämlich eigentlich gar nicht darum, welche Themen ihr verbloggt oder wie ihr sie schreibt. Vielmehr geht es in diesem Post darum, wie man mit einem Blogartikel so viele Menschen wie möglich erreicht – sei es durch geteilte Beiträge auf sozialen Netzwerken, Verlinkungen in passenden Artikeln oder durch Suchmaschinen.

Ein Blogbeitrag kann nämlich noch so geil sein – wenn niemand Notiz von ihm nimmt, ist er ein Blindgänger. Nix Boom, nix Pow, nix Applaus.

Tipps für bessere Blogbeiträge

1. Zur Recherche: Frag die breite Masse nach den Themen, die sie interessiert

Mit »Answer the public« erhältst du nicht nur einen visuellen Dreamcatcher, sondern auch – und ausschlaggebender – die Fragen, die die Menschen in Verbindung zu deinem Suchbegriff interessieren.
Zur Veranschaulichung habe ich in diesem Tool mal »Blog« eingegeben und mir die Fragen auswerfen lassen, die sich die Menschen im Zusammenhang mit meinem Suchbegriff stellen – et voila: Gesucht wird unter anderem nach Tipps zum erfolgreichen Blog. Was allerdings mit »Blog wie weiter mit Humboldts Erbe« gemeint ist? Keine Ahnung. Aber anscheinend wird danach gesucht.

Bessere Blogbeiträge - Answer the publicIch schweife ab! Was ich eigentlich damit sagen wollte: Es gibt genug Fragen, die sich die Menschheit rund um ein Thema stellt. Fragen, die uns vielleicht nicht mehr in den Sinn kommen würden, weil wir schon zu tief in der Materie stecken. Deshalb lohnt sich ein Blick über den Tellerrand – und in »Answer the public«.

2. Zur Recherche: Suche nach verwandten Wörtern

Mit der semantischen Suchmaschine »Semager« kannst du nicht nur nach Synonymen suchen, sondern dir auch die ab- und eingehenden Wortbeziehungen anzeigen lassen. Sprich: Dieses Tool berechnet die Bedeutung der Wörter, sucht nach ähnlichen Wörtern und Assoziationen zu deinem Suchbegriff.

Mit Semager nach verwandten Wötern suchen

Ich habe in diesem Beispiel natürlich nach »Blog Beitrag« gesucht und weiß jetzt, dass die breite Masse damit auch soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook assoziiert. Um diese Suche zu beantworten: Irgendwie gehört das Teilen von Blogartikel wirklich zu einem gut funktionierenden Blogpost dazu. Dazu aber später mehr 😉

3. Zur Recherche: Wettbewerb für dein Keyword analysieren

Mit dem MOZ Keyword Recherche Tool kannst du schon vor der Veröffentlichung prüfen, wie hoch die Chanchen für den ersten Platz in den Suchmaschinen stehen. Na kommt! Hand aufs Herz! Natürlich schreiben wir über die Themen, die uns liegen. Aber, wenn wir vorab bemerken, dass die Schwierigkeit für einen bestimmten Suchbegriff zu ranken bei 100 liegt, können wir an dieser Stelle immer noch überlegen, ob wir selbigen Beitrag auf einen anderen Begriff optimieren sollten.
In diesem Beispiel habe ich nach »Blog Beitrag besser« gesucht. Dieses Longtail-Keyword hat eine Schwierigkeit von 16 – was ich absolut okay finde. Wäre das Netz schon überfüllt mit Artikel zu genau diesem Thema, würde die Schwierigkeit hier gegen 100 gehen. Und dann könnte ich immer noch überlegen, ob ich diesen Beitrag nicht doch lieber auf »Blog Post besser« oder »Blog Artikel gut« optimiere.

besser rankende blogbeiträge mit keyword recherche von moz

So oder so: Diesen Artikel hätte ich eh geschrieben – ob die Schwierigkeit nun bei 16 oder bei 100 gelegen hätte – ich hätte im schlimmsten Fall vielleicht auf einen anderen Begriff optimiert.

Bitte macht aber nicht solche Sachen wie
Oh, eigentlich schreibe ich ja ein Auto-Blog. Aber ich habe gerade zufällig gesehen, dass die Schwierigkeit auf »Verreisen mit Hamstern« bei quasi 0 liegt. Dann werde ich wohl darüber schreiben. Hauptsache der Fame bei Google ist mir sicher.
Nein. Einfach nur nein. Das Thema passt nicht zu dir, zu deinen Themen und zu deinem Blog. Bleib in deiner Sparte und schreibe über Dinge, die dir liegen. Suche dir nur das optimale Keyword dafür raus!

4. Zur Recherche:  Keyword-Trends beobachten

Möchtest du wissen, ob du mit deinem Beitrag gerade im Trend liegst, kannst du an dieser Stelle Google Trends fragen. Nichts liegt näher, als dass die Suchmaschine ihre Anfragen analysiert und dir an dieser Stelle ausgeben kann, ob nach bestimmten Keywords gesucht wird und ob die Suchanfragen dazu mehr oder weniger werden.
Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Vergleich von bestimmten Suchbegriffen.

bessere blogbeiträge mit google trends

In der Grafik lässt sich ja schon leicht nachlesen, dass das Interesse an »Blog Tipps« (blau) um einiges höher ist als nach »Blog besser« (rot).
Die Suchvolumina werden in dieser Skala von 0 bis 100 ausgezeichnet: Bei 0 geht das Interesse nach dem Thema gen 0 (Ach ne!). Die 100 steht hier allerdings nicht für die Anzahl der realen Anfragen, sondern ist nur der höchste Indikator.
Interessanter sind da fast noch die Kurven – an denen kann man nämlich ablesen, ob das Thema momentan vielleicht hot wird – oder eben schon ausgelutscht ist.

5. Der Blogbeitrag: Schreiben

So. Nachdem wir nun hoffentlich viel schlauer geworden sind, unsere passenden Keywords gefunden und uns ins Backend unseres Systems eingeloggt haben, müssen wir nur noch unseren Spirit in die Tastatur kloppen und den optimalen optimierten Artikel schreiben.

Wir kennen alle diese Plugins, Checklisten und schlauen Tipps und Tricks, die uns zu einem höheren Ranking in den Suchmaschinen verhelfen sollen.
Aber: Wir schreiben nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch – und insbesondere – für unsere Leser. Auch wenn die Suchmaschine uns Heiratsanträge für optimierte Blogbeiträge schicken würden: Es bringt uns nichts, wenn uns dafür unsere Leser abspringen. Mal abgesehen davon, dass der Heiratsantrag kurze Zeit später eh zurückgezogen werden würde, weil die Verweildauer der Leser so exorbitant fallen würde, dass auch Google irgendwann merkt, dass der Artikel echt lame ist.
Meine 5 Cents: Schreibt den Artikel so, als würdet ihr euren Mitmenschen von eurem Thema erzählen – und optimiert ihn erst nach dem Schreiben. Ich habe bemerkt, dass sich meine Posts ganz anders lesen, wenn ich sie erst niederschreibe und dann optimiere, als wenn ich minutenlang über die perfekten ersten Zeilen nachdenke.

Der beste Blogartikel ist der, der nicht nur Suchmaschinen, sondern auch Leser begeistert. Klick um zu Tweeten

6. Der Blogbeitrag: Schreiben – und Verlinken

Wer schreibt, bleibt.
Wer seine alten Blogbeiträge verlinkt, bleibt noch länger.

Cross-Selling funktioniert nicht nur in Online-Shops, sondern auch auf Blogs. Viele Systeme (wie z.B. WordPress) geben diese Funktion bereits her: Am Ende des Beitrags generiert das System – basierend auf den verwendeten Kategorien und Schlagworten – eine Vorschau ähnlicher Artikel.

Aber nicht nur die Pflege von Kategorien und Schlagworten möchte ich hiermit ansprechen, sondern insbesondere die Verlinkung im Artikel. Habt ihr vielleicht vorher schon über das Thema geschrieben? Oder gibt es einen anderen Artikel, der thematisch zu eurem neuen passt? Prima, dann verlinkt ihn!

bessere blogbeiträge durch verlinkungen
Für einen Artikel, in dem ich einen Unternehmer zum Thema »Snapchat« interviewt habe, habe ich meinen HowTo-Artikel zum Thema »Snapchat für das Unternehmensmarketing« verlinkt

Viele Menschen kommen auf das Blog, weil sie in den Suchmaschinen eure Seite ausgeworfen bekommen haben. Sprich: Diese Menschen kommen direkt auf euer Blog. Sie kennen die alten Beiträge nicht, obwohl diese durchaus auch interessant sein könnten. Ich verlasse mich nicht auf die generierten Artikel-Vorschauen im Fuß eines Beitrags! Wenn ich ganz bestimmte Artikel zu dem Thema empfehle, dann verlinke ich sie innerhalb des Artikels.

In ist, wer drin ist

Wenn euer Thema gerade heiß diskutiert wird, diskutiert mit!
Ihr kennt sicher alle die Neuigkeiten aus der Branche, die sich wie ein Lauffeuer verbeiten. In meinem Dunstkreis waren das zum Beispiel »Der doofe Facebook-Algorithmus«, »Whoa, Twitter hat jetzt 280 Zeichen!« oder »DSGVO«. Nicht immer »lohnt« ich ein Beitrag, aber wenn man viel dazu sagen kann, dann ist es eine gute Idee, einen Artikel zum Thema zu schreiben, eine Meinung zu vertreten oder einer Diskussion beizuwohnen. Bezieht man sich hier auf einen Post eines anderen Blogs, kann man den auch ganz prima verlinken. Im anderen Artikel wird ein Pingback dann bei den Kommentaren platziert und der interessierte Leser kann so direkt auf euren Beitrag klicken.

7. Der Blogbeitrag: Sharing ist caring und so

Die Suchmaschinen sind das eine, die sozialen Netzwerke sind das andere.

Habt ihr einen sexy Artikel geschrieben, der mich erhellt und mir weiterhilft, bin ich geneigt ihn zu teilen, damit die Menschen aus meiner Blase auch etwas davon haben. Und – verdammte Axt 2000, das muss auch mal gesagt werden! – das fordert mich manchmal schon etwas heraus! Es gibt verschiedene Arten von teilenswerten Posts – und verschiedene Reaktionen meinerseits:

  1. Guter Artikel ohne Sharing-Buttons = ✗ Teile ich wahrscheinlich nicht
  2. Superguter Artikel ohne Sharing-Buttons = Copy & Paste des Links
    2.1 Automatisch generierte Vorschau aus Teaser, Bild und Co = ✓ Teilen
    2.2. Keine Vorschau: Kein Teaser, kein Bild, nix Co = ✗ Verwerfen
  3. Supersuperguter Artikel ohne Sharing-Buttons und ohne Vorschau = ✓ Teilen

Ihr seht: Je besser ein Artikel ist, desto eher würde ich meine Zeit in das Teilen des (anschaulichen) Links stecken – und ich glaube, dass es vielen Menschen wie mir ergeht. Was gut, besser oder am Besten ist, entscheide allerdings nicht ich, sondern der individuelle Leser. Deswegen empfehle ich an dieser Stelle das Einbinden der Open Graph Tags (für die Generierung der Vorschau) und DSGVO-konforme Sharing-Buttons.

Facebook und Twitter Vorschau durch Open Graph Tags

8. Nach dem Bloggen: Spread the love

Ich weiß ja nicht, wie ihr das so handhabt… aber ich bin zumindest einer dieser Menschen, die keinen Feed-Reader haben (Ja, ich weiß: Buuuuh!). Ich habe zwar Flipboard, aber dort habe ich nicht unbedingt einzelne Seiten, sondern eher die Themenkategorien abonniert.
Blogbeiträge gehen also quasi gänzlich an mir vorbei, wenn sie nicht irgendwie in meine Timeline gespült werden. Sei es über die abonnierten Seiten auf Facebook, durch geteilte Links bei Twitter, in den Vorschlägen von Pinterest oder in Facebook-Gruppen zu einem bestimmten Thema: In den sozialen Netzwerken lassen sich Links nicht nur gut in die eigene Timeline spülen, sondern auch ganz unkompliziert teilen und in die Timelines der Freunde spülen.

9. Nach dem Bloggen: Interaktionen

Das haben wir sicher alle schon tausendmal gehört, aber ich möchte das nicht unerwähnt lassen: Es gehört nicht nur zum guten Ton, dass man Kommentare (ob auf dem Blog oder in den sozialen Kanälen) beantwortet: Reaktionen, Fragen und Meinungen zu dem Artikel können nicht nur einen regen Austausch bewirken, sondern auch eine Ideenmaschine sein! Hier seid ihr euren Lesern nah und seht, was sie interessiert. Ihr könnt Fragen herauskristalisieren, eine andere Meinung erörtern, Tipps und Tricks zu dem Thema bekommen undsoweiterundsofort.
Und das liebe Leute, bringt uns an den letzten Punkt meiner Liste:

10. Nach dem Bloggen ist vor dem Bloggen

Wenn ihr durch entstandene Interaktionen oder Diskussionen neue / andere Erkenntnisse zum Thema bekommt: Verbloggt sie und lasst die Menschheit an diesen Erkenntnissen teilhaben.
Das Gute ist ja, dass ihr – wenn ihr Reaktionen auf euren Beitrag bekommen habt – wisst, dass es ein durchaus interessantes Thema ist.

 

Fazit:
»Gute« Artikel liegen im Auge des Betrachters, »bessere« Beiträge in der Wahl des richtigen Keywords zum Thema, im Verlinken von Beiträgen und im Teilen der Artikel auf den sozialen Netzwerken.

 

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Vielen lieben Dank für diesen Beitrag: da war eine Menge Inspiration für mich dabei! Ich möchte anmerken, dass ich Deinen Beitrag entdeckt habe, weil Du Deinen Blog bei trusted-blogs.com angemeldet hast und ich mir „bloggen“ als Stichwort für mein Magazin gespeichert habe.

    Und: zu Punkt 9 würde ich noch ergänzen, man soll nicht nur Kommentare beantworten – sondern viel mehr selbst aktiv in anderen Blogs kommentieren! Die meisten Leser für meinen Laufblog habe ich gewonnen, indem ich Beiträge in anderen Laufblogs kommentiert habe…

    1. Hey ho – Eddy!
      Meine verspätete Antwort auf deinen Kommentar ist ein absolutes Negativ-Beispiel 🙁
      Manchmal bekomme ich gar keine Benachrichtigung, wenn ein neuer Kommentar reinkommt und entdecke den dann eher zufällig – so wie jetzt.
      Nichtsdestotrotz hab ich mich total gefreut.
      Bei trusted-blogs habe ich mich tatsächlich erst kurz vor den Weihnachtsferien angemeldet 😉

      Dass mit dem aktiven Kommentieren sehe ich auch so wie du! Nicht nur, weil man vielleicht bei passenden Themen einen Link einstreuen könnte, sondern auch ein bisschen Aufmerksamkeit gewinnen kann.
      Wie du sagst:Wenn man sich auch aktiv für andere interessiert, kann man durchaus auch neue Leser gewinnen.

      Viele Grüße
      Heidi

      1. ….ha, jetzt sind wir quitt, Heidi: ich habe in meinem Blog gerade einen Kommentar von Dir entdeckt, zu dem ich seltsamerweise keine E-Mail Benachrichtigung erhalten hatte. Gut, dass ich dieses Widget mit den letzten Kommentaren installiert habe: dort habe ich Dich entdeckt.

        Dass Du Dich bei trusted blogs anmeldet hast, freut mich sehr: Danke für Dein Vertrauen und herzlich Willkommen an Bord. Wir haben dieses Jahr viel vor – und ich freue mich, dass Du dabei bist!

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